651.112

Ausführungsbestimmungen
über die Jagdbann-, Wildschutz- und Sondergebiete

vom 21.05.1991 (Stand 01.07.2011)
Der Regierungsrat des Kantons Obwalden,

gestützt auf die Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete vom 19. August 1981[1] und Artikel 2, 16 und 29 der kantonalen Jagdverordnung vom 25. Januar 1991[2],

beschliesst:
Art. 1
Eidgenössische Jagdbanngebiete
1

Gemäss bundesrätlicher Verordnung[3] bestehen folgende eidgenössische Jagdbanngebiete:

a. * Banngebiet Hutstock (Obwalden und Nidwalden): Grenzen: Von der Storegg (P. 1742) den Fussweg hinunter bis an den Luterseebach und diesem entlang zur Engelberger-Aa; der Engelberger- Aa entlang aufwärts bis zur Einmündung des Trüebenbaches, weiter der Kantonsgrenze folgend über Bitzistock (P. 1895), den Laubergrat (P. 2449.9), Rotstöckli bis zum Jochstock (P. 2563.5) und hinunter zum Jochpass (P. 2209.2). In nordwestlicher Richtung zum Graustock (P. 2661.8), dem Grat folgend zum Fikenloch (P. 2406), dann dem markierten Fussweg entlang gegen Follenseeli, Hengliboden, zum Henglibach. Von der Henglibachbrücke in nördlicher Richtung zum Fuss des Tannenstockes (rote Markierung), dann weiter nördlich zum Fuss der Barglenkante (P. 2515). Von hier in südwestlicher Richtung am Fuss des Felsens folgend bis zu den Türmli (rote Markierung), am südlichen Ende des Tannenbandes in westlicher Richtung hinauf über den Grat (P. 2305) und hinunter zur Bettenalpschrote (rote Markierung und Hinweistafeln), dem Fuss des Felsens folgend über Heumatt zum Bettenalpbach, diesem abwärts folgend bis Hugschwendistrasse und dieser entlang bis zur Waldmattbrücke. Von hier in östlicher Richtung dem Bächlein aufwärts bis zur Unterbodenstrasse (Einmündung Fomattweg), auf der Strasse nördlich nach Rütigraben-Turrenbach und weiter der Rütistrasse folgend bis zur Bergstation der Rütialpbahn. Dann den Weg aufwärts über Ober Stafel und Gruebi bis an die Kantonsgrenze (P. 2204) und dieser in nördlicher Richtung folgend bis Storegg (P. 1742).
b. Banngebiet Hahnen (Obwalden): Grenzen: Vom Restaurant Ende der Welt an dem Bärenbach aufwärts bis zum Teufelsstein und von da in gerader Richtung bis Sättelistock (P. 2636.9), der Kantonsgrenze entlang über Planggengrat, Laucherenstock, Ruchstock, Rot-Grätli, Engelberger-Rotstock, Wissigstock, Stotziberggrat bis Wissberg (P. 2627.2). Von da in westlicher Richtung über die Felskante, übers Leiterli und über die Felskante zum Chalberdössli und hinunter zum Tätschbach (rote Markierung). Den Bach abwärts bis oberhalb Wasserfassung (rote Markierung) und von hier zur Dagenstalhütte. Dann dem markierten Wanderweg nach abwärts bis zum Kiessammelbecken am Chüelauibach, dem Spazierweg nach Wegscheid-Rütelihöhe-Holzgass-Tellenstein-Matter, Berg-Winkelstein- Waldrand Schwändi, weiter den roten Markierungen bis zum Stall Vorderist Rüti, Vorderhorbis, dem Waldrand entlang bis hinter das Restaurant Ende der Welt, im linken Winkel den roten Markierungen folgend bis zum Bärenbach.
Art. 2
Kantonale Wildschutzgebiete
1

Als kantonale Wildschutzgebiete, in denen jede Jagdausübung verboten ist, gelten:

a. * Städerried, Alpnach: Das Schongebiet umfasst die ganze Naturschutzzone. Die genauen Grenzen sind auf den Informationstafeln ersichtlich. Diese befinden sich an folgenden Standorten: Koordinaten 664.300/200.640; 664.800/200.600; 664.200/200.360; 665.280/200.260. Ausgenommen ist die Jagd auf Kormorane im Bereich der Sarner-Aa.
b. Wichelsee: Von der Nationalstrassenbrücke Flueried bei P. 459 dem südöstlich führenden Nebengeleise entlang bis zum Waldrand, von hier am inneren Rand der Deponie dem Hang folgend bis zum Etschidossen. Dem Dossen folgend nordwärts einschliessend das Felsband und, wo letzteres sich verliert, ab oberen Waldrand bei Etschi verlaufend bis zum Stauwehr. Von hier in nördlicher Richtung der markierten Waldschneise entlang bis zum Auslauf der Grossen Schliere in den Geschiebesammler, von da zur N8 und dieser entlang zur Nationalstrassenbrücke Flueried.
c. Giswilerstock: Von der Panoramastrasse bei Einmündung des Brosmattsträssli diesem entlang über Brosmatt bis Mittlist-Fluonalp (P. 1582), von hier gegen Rüebenhütten (P. 1587), dann in südlicher Richtung zu den Hochspannungsmasten (Dundelegg), westwärts der Gemeindegrenze folgend bis Mändli (P. 2063), von da dem Grat entlang nach der Chringen (P. 1915), von der Chringen abwärts der Hochspannungsleitung folgend bis zum Jänzimattsträssli, diesem und der Panoramastrasse entlang bis zur Einmündung des Brosmattsträssli.
d. * Sachsler Dorfbach: In 1000 m ü.M. vom Sachsler Dorfbach ausgehend der Wolflisbergstrasse folgend über Unterholz, entlang der neuen Müllerenschwandstrasse bis zum Selibach, dem Selibach nach bis zu dessen Ausgang, von da auf den Grat und allem Grat entlang bis Büeldössli, Stockalp (P. 2028.8), Stuckli (P. 1800), in Burgletsflue dem Waldrand entlang bis zur Erschliessungsstrasse, dieser folgend bis zur Riederbergstrasse und darauf zum Sachsler Dorfbach, von da dem Bach entlang bis zur Wolflisbergstrasse, dieser entlang bis zum Ausgangspunkt Sachsler Dorfbach.
e. Ranft: Vom Hotel Paxmontana in gerader östlicher Linie der Starkstromleitung EWO folgend über die Grosse Melchaa bis in die Strasse Kerns-St. Niklausen-Melchtal, dieser Strasse in südlicher Richtung entlang bis zur Starkstromleitung EWO, die die Strasse von Engiberg Richtung Flüeli überquert, der Starkstromleitung in westlicher Richtung folgend über die Grosse Melchaa bis in die Strasse Flüeli-Melchtal und der Strasse in nördlicher Richtung entlang bis zum Hotel Paxmontana.
f. Wasserwild-Schongebiet Sarnersee-Nord: Die Jagd auf Wasserwild ist unterhalb (nördlich) der durch Bojen und Uferzeichen markierten Wasserlinie Seehof, Sachseln, bis Bruder-Klausen-Hof, Wilen, auf der Wasserfläche und am angrenzenden Ufer bis zu einer Landtiefe von 50 m verboten.
g. Eugenisee Engelberg: Die Jagd auf Wasserwild ist auf dem ganzen Eugenisee in Engelberg und am angrenzenden Ufer bis zu einer Landtiefe von 50 m verboten.
h. * Hanenried, Sachseln: Das Gebiet ist abgegrenzt durch den Seeweg, über den Radweg entlang der Schwerzbachstrasse, Zufahrt zur Liegenschaft Ried (Ried 2), Verbindungslinie zum östlichen Siedlungsrand am Seeufer (Ried Ost 55), ab dort Begrenzungslinie mit Uferabstand 50 Meter bis zum Bootssteg Zollhaus und zum Seeweg.
Art. 3
Anwendbare Vorschriften
1

Die Vorschriften der Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete[4], über das Jagdverbot, das Tragen von Schusswaffen, die Wildhut und die Hegeabschüsse sind auf die kantonalen Wildschutzgebiete sachgemäss anwendbar.

Art. *
Sondergebiete
1

Als Sondergebiete mit besonderen Abschussbestimmungen, welche in den jährlichen Ausführungsbestimmungen über die Jagdausübung festgelegt werden, gelten:

a. * Sarneraatal: Vom Lopper der Kantonsgrenze entlang Richtung Rengg bis Pilatus Kulm. Der Zahnradbahnlinie abwärts bis Ämsigen, dem höheren Weg zur Schluecht folgend, nach der Vorderen Unteren Chretzenalp, weiter der Strasse entlang nach Lütholdsmatt und bis Schybachbrücke; weiter in nördlicher Richtung aufwärts nach Feldalp bis zur Kantonsgrenze (P. 1701); in westlicher Richtung der Kantonsgrenze folgend bis zur Panoramastrasse, dieser weiter bis zur Einmündung Brosmattsträssli, entlang dem Brosmattsträssli über Fluonalp zur Rüebenhütte, dann in südlicher Richtung zu den Hochspannungsmasten (Dundelegg). Der Hochspannungsleitung folgend bis zur Brünigstrasse, dieser entlang bis Abzweigung Obsee, der Obseestrasse entlang bis Diesselbach, von hier auf der linksufrigen Strasse dem Lungerersee entlang bis Kaiserstuhl, von hier der Brunnenmadstrasse folgend bis Brücke über Kl. Melchaa, der Strasse folgend über Wägis, Altersboden, Flüeli, Sachseln, Edisried zur Kantonsstrasse. In Giswil Abzweigung Mörlistrasse, über gedeckte Brücke über Laui nach Grossteil, Forst Wilen, Strasse über Husen nach Stalden, der Kantonsstrasse folgend nach Ramersberg, über Tumli zur Zimmertalstrasse, Schwandiriedstrasse, Schwarzenberg- und Guberstrasse nach Schoried, über Chlewigen zur Schlierenbrücke der Kantonsstrasse, dieser folgend nach Alpnachstad, dem See entlang zum Lopper.
b. * ...
Art. 5
Inkrafttreten
1

Diese Ausführungsbestimmungen treten auf den 1. Juni 1991 in Kraft.

Informationen zum Erlass

 

Ursprüngliche Fundstelle: OGS 1991, 62 / ABl 1991, 582

 

geändert durch

- Nachtrag vom 25. Juni 1991, in Kraft seit 25. Juni 1991 (ABl 1991, 689),

- Nachtrag vom 9. Juni 1992, in Kraft seit 1. Juli 1992 (OGS 1993, 35),

- Nachtrag vom 25. Mai 1999, in Kraft seit 1. Juli 1999 (OGS 1999, 79),

- Nachtrag vom 27. Mai 2002, in Kraft seit 1. Juli 2002 (OGS 2002, 22),

- Nachtrag vom 3. Juni 2003, in Kraft seit 1. Juli 2003 (OGS 2003, 22),

- Nachtrag vom 25. Mai 2004, in Kraft seit 1. Juli 2004 (OGS 2004, 42),

- Nachtrag vom 31. Mai 2005, in Kraft seit 1. Juli 2005 (OGS 2005, 38),

- Nachtrag vom 29. Mai 2007, in Kraft seit 1. Juli 2007 (OGS 2007, 30),

- Nachtrag vom 2. Juni 2009, in Kraft seit 1. Juli 2009 (OGS 2009, 30),

- Nachtrag vom 7. Juni 2011, in Kraft seit 1. Juli 2011 (OGS 2011, 34)

OGS 1991, 62 / ABl 1991, 582
  1. [1] SR 922.31
  2. [2] GDB 651.11
  3. [3] SR 922.31
  4. [4] SR 922.31

Änderungstabelle - Nach Beschluss

Beschluss Inkrafttreten Element Änderung Fundstelle
21.05.1991 01.06.1991 Erlass Erstfassung OGS 1991, 62 / ABl 1991, 582
25.06.1991 25.06.1991 Art. 1 Abs. 1, a. geändert ABl 1991, 689
09.06.1992 01.07.1992 Art. 2 Abs. 1, d. geändert OGS 1993, 35
25.05.1999 01.07.1999 Art. 4 totalrevidiert OGS 1999, 79
27.05.2002 01.07.2002 Art. 2 Abs. 1, a. geändert OGS 2002, 22
27.05.2002 01.07.2002 Art. 2 Abs. 1, d. geändert OGS 2002, 22
03.06.2003 01.07.2003 Art. 4 totalrevidiert OGS 2003, 22
25.05.2004 01.07.2004 Art. 4 totalrevidiert OGS 2004, 42
31.05.2005 01.07.2005 Art. 4 totalrevidiert OGS 2005, 38
29.05.2007 01.07.2007 Art. 4 Abs. 1, a. geändert OGS 2007, 30
29.05.2007 01.07.2007 Art. 4 Abs. 1, b. aufgehoben OGS 2007, 30
02.06.2009 01.07.2009 Art. 4 Abs. 1, a. geändert OGS 2009, 30
07.06.2011 01.07.2011 Art. 2 Abs. 1, h. eingefügt OGS 2011, 34

Änderungstabelle - Nach Artikel

Element Beschluss Inkrafttreten Änderung Fundstelle
Erlass 21.05.1991 01.06.1991 Erstfassung OGS 1991, 62 / ABl 1991, 582
Art. 1 Abs. 1, a. 25.06.1991 25.06.1991 geändert ABl 1991, 689
Art. 2 Abs. 1, a. 27.05.2002 01.07.2002 geändert OGS 2002, 22
Art. 2 Abs. 1, d. 09.06.1992 01.07.1992 geändert OGS 1993, 35
Art. 2 Abs. 1, d. 27.05.2002 01.07.2002 geändert OGS 2002, 22
Art. 2 Abs. 1, h. 07.06.2011 01.07.2011 eingefügt OGS 2011, 34
Art. 4 25.05.1999 01.07.1999 totalrevidiert OGS 1999, 79
Art. 4 03.06.2003 01.07.2003 totalrevidiert OGS 2003, 22
Art. 4 25.05.2004 01.07.2004 totalrevidiert OGS 2004, 42
Art. 4 31.05.2005 01.07.2005 totalrevidiert OGS 2005, 38
Art. 4 Abs. 1, a. 29.05.2007 01.07.2007 geändert OGS 2007, 30
Art. 4 Abs. 1, a. 02.06.2009 01.07.2009 geändert OGS 2009, 30
Art. 4 Abs. 1, b. 29.05.2007 01.07.2007 aufgehoben OGS 2007, 30